Manchmal ist es halb so schlimm... und manchmal doppelt!
Beruflich, privat...
Die Vorweihnachtszeit habe ich versucht so weihnachtlich bzw adventlich wie möglich zu gestalten... gelingt aber nur bedingt. Meine Lebkuchen & Co. kamen leider erst Mitte Januar an und allein doppelte Menge von drei Sorten Gebäck backen war anstrengend und erfolglos, da Gasherd und weder Backbleche- noch Backpapier... das mach ich so so schnell nicht wieder.
Weihnachten und Neujahr waren enttäuschend, beides im Grossfamilienkreis in Tlaxcala, aber ohne Highlights, und schlimmer: ohne Emotionen. Nicht annähernd mit zu Hause zu vergleichen. Am spannendsten war wohl noch die Bescherung im Kleinfamilienkreis und ein Pantomimen-Filmquiz mit allen.
Der Dezember war auf der Arbeit ruhig bis langweilig gewesen, da der Chef sich einen Monat in den Urlaub verabschiedet hatte, also es weder Meetings noch Unterschriften für Zahlungen gab.
Dafür kam ich jetzt im ganzen Januar nicht dazu mich zu langweilen, selbst wenn ich wollte.
Die Chefin ist immer noch verrückt, aber die letzten zwei Wochen hatte ich es echt angenehm, sie fährt gerade eine Mobbing-Strategie gegen meine Kollegin Karla, in der diese also das dumme schwarze Schaf ist und ich gleichzeitig die intelligente Prinzessin bin.
Eine Kollegin, die Assistentin von 3 Rechtsanwälten ist, hat die Chefin nach 4 Monaten satt und schaut sich schon kräftig anderweitig um, ich werde mich aber nicht um den Posten bewerben, da ich ja eh im Mai kündige und bis dahin stresse ich mich lieber nicht noch mehr und muss mich nicht zwei Mal in Hauptverkehrszeiten bewegen.
Ausserdem gehe ich ja fleissig ins Fitnessstudio, das müsste ich mir dann auch abschminken, kommt nicht in die Tüte!
Hochzeitsvorbereitungen gehen vorwärts aber es fehlt noch sooo viel, mehr wird nicht verraten...
Ein ganz fettes DOWN ist der Fakt, dass wir momentan zu VIERT in dieser Mini-Wohnung wohnen. Der Sohn des Besitzers der Wohnung (beide Pilot) wurde zeitweise von Monterrey nach Mexico City versetzt, weil er zum Kapitän aufgestiegen ist, da kann man natürlich nicht nein sagen...
An manchen Tagen ist es halb so schlimm, an manchen dafür doppelt!!! Er selbst rührt keinen Finger und Miguel macht lieber andere Sachen, als zu putzen (essen, schlafen, rumhängen). Regelmässig werde ich sehr böse, und verfluche verbittert die Umstände. Es ist wirklich schwer, nach Pärchenzeit und eigenem Haushalt wieder so zu wohnen. Und nicht mal als Studentin hatte ich es so unbequem!! Hier haben wir zu viert EIN Bad, eine Katastrophe, ich besetze es lange, um mich fertig zu machen, und von den drei Männern ist immer irgendeiner gerade auf der Toilette..... oh mann.