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Sonntag, 21. Oktober 2012
Mittwoch, 17. Oktober 2012
4 Jahre
…sind wir heute zusammen. Eigentlich zählt man ja jetzt nur noch die Ehejubiläen, aber dieses Datum werd ich eh nie vergessen...
Miguel: „Es fühlt sich an als wären 2 Tage vergangen“
Ich: „In der Wüste, oder wie?“
Miguel: „Nein, im Paradies... Mexico“
Haha ;)
Am Samstag waren wir in Tequesquitengo, einem idyllischen See neben Cuernavaca, der „Stadt des ewigen Frühlings“. Und das Klima war auch super, strahlender Sonnenschein, 30°C... Der See erinnerte uns spontan ein bisschen an die Schweiz, mit Bergen im Hintergrund und so... hehe.
Aber zuerst begann der Tag auf dem Flugplatz, wir begleiteten Carine, das Geburtstagskind, und Cheo zu ihren Tandemsprüngen. Und waren verantwortlich dafür, Carine abzulenken und während die beiden im Flugzeug sassen, alles vorzubereiten... für den Heiratsantrag!! Cheo sprang zuerst und Carine sah im Landeanflug ein riesen Transparent am Boden auf dem stand „Carine <3 je t’aime, tu veux te marier avec moi?“, daneben ein grosses Herz, in dem Cheo wartete, mit Rosenstrauss und Ring in der Hand, und als Carine aus dem Fallschirm befreit war, kniete er sich vor ihr nieder und erklärte ihr auf Französisch seine Liebe.... oh la la! Habe ein paar Tränchen vergossen =,)
Danach stiessen wir mit original französischem Champagner an und schauten die Videos und Fotos durch, es ist alles komplett dokumentiert von den Grosseltern bis zu den zukünftigen Enkeln :)
Den Nachmittag verbrachten wir in einem exklusiven Club, wo Carine und Cheo im Hotel übernachteten. Sehr cool. Haben uns die ganze Zeit über gesonnt, im Pool gelungert, Cocktails geschlürft, palavert, und Miguel und ich sind zum ersten Mal in unser beider Leben Jet Ski gefahren, in den Sonnenuntergang hinein... Total geil, wir hatten so mega Spass :) Das wollte ich schon seit 13 Jahren machen (USA-Urlaub) und nie hat es sich ergeben, oder war zu teuer... Nach einer kleinen Verlobten-Fotosession in der „Goldenen Stunde“ und schnellem Duschen fuhren Miguel und ich wieder heim, und liessen den beiden ihr romantisches Dinner am Wasser und den nächsten Tag zu zweit – Miguel musste arbeiten. War trotzdem extrem erholsam, und wir wollen noch öfters hin fahren, ist nur etwas über eine Stunde von uns entfernt!
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| Tequesquitengo |
Bei Interjet hat es für Miguel nicht geklappt, jetzt warten wir darauf, was von Volaris zu hören...
Bei mir alles beim Alten. Nebenher mache ich gerade noch 30 Einladungen zu einem Baby Shower für die Schwester einer Freundin und als nächstes 150 Geburtsanzeigen für meine Freunde aus Luxemburg, das französisch-mexikanische Paar. Gestern und vorgestern hatte ich eine extrem starke Infektion im Hals, die dank Antibiotikum aber heute deutlich besser ist, gestern blieb ich zu Hause.
Seit letzte Woche hab ich endlich Ecobici, das System der Fahrräder in grossen Teilen der Stadt, wie es das schon seit Jahren auch in anderen Grossstädten der Welt gibt. Steckt hier leider noch in den Kinderschuhen, Fahrradwege sind sowieso eine Rarität, aber ich hoffe, dass sich die Autofahrer schnell dran gewöhnen... Und zur Not kann man ja streckenweise auch immer absteigen und auf dem Gehweg schieben ;) Die Grundidee ist, damit abends einen Grossteil meiner Strecke anstatt mit der Metro mit dem Fahrrad zu fahren und dann noch voll mit dem Bus nach Hause. Aber erst wenns mein Kollege auch hat.
Am Wochenende kommt Sylvie wieder zurück nach Mexico City, nach 4 Monaten Reisen seit der Hochzeit :) Am Samstag kommen auch noch Miguels Eltern und Bruder dazu, da sind wir auf einen 18. Geburtstag eingeladen. Und mein Hundchen und seine Schwester kommen gleich mit und Maya passt auf sie auf, und geht dann auch noch gleich für eine Woche nach Tlaxcala, um die kleinen zu „erziehen“. Das hat sie auch schon beim Boxer meiner Schwiegereltern gemacht und das hat auch ganz gut geklappt. Er erkennt sie auch jetzt noch an wenn sie zu Besuch ist und will wie verrückt mit ihr spielen, nur ist er jetzt 10-mal so gross wie Maya und etwas tollpatschig – die Arme ;)
Nächstes Wochenende spielt Miguel ein Frontenis-Turnier hier in Mexico City und am Sonntag fahren wir nach Tlaxcala und zeigen allen, die es sehen wollen, das Video von der Hochzeit :)
Und dann steht auch schon der November vor der Tür und es ist nicht mehr lange, bis ich Bescheid geben muss und bis ich gehe... poohh. Hab heute schon meinen Zug vom Flughafen nach Pforzheim reserviert und Jo lädt mich nach Berlin ein, auch schon gebucht :) Sie kannte nämlich schon meine Regel für den kommenden Heimurlaub bedingt durch Geldmangel: Wer mich sehen will, muss mich besuchen kommen oder auf die Reise einladen... höhö. Alles andere ist leider echt nicht drin... sorry :(
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Durchhalten
DURCHHALTEN... ist leichter gesagt als getan.
DURCHHALTEN muss ich noch 46 Arbeitstage. Der 14. Dezember, Freitag, wird mein letzter Arbeitstag sein, egal was passiert. Später wird es auf keinen Fall, früher aber auch nicht, also ist durchhalten und stark sein angesagt. An manchen Tagen ist es so schlimm, dass ich wirklich am liebsten auf alles scheissen und einfach nicht wiederkommen würde. Aber ich brauch ja das Geld, erstens die Monatsgehälter und zweitens das Weihnachtsgeld – der Grund weswegen ich immer noch hier bin! Wenn man vorher geht, sieht man das entweder nie oder Monate später. Hatte ich ja schon mehrfach erwähnt – glauben kann ich solch Ungerechtheit immer noch nicht. Jedenfalls habe ich in der Zwischenzeit beschlossen, so einen guten Monat vorher dem Chef Bescheid zu sagen, einfach um fair zu sein (wie er es auch immer zu mir war; wenn auch nicht zu anderen, aber das hat ja nicht direkt was mit mir zu tun) sodass sie vielleicht ja doch noch jemanden finden können. Bis jetzt ist ja noch nichtmal eine zweite Rezeptionistin gefunden, und wenn ich gehe, gibt es gar niemanden mehr... viel Spass denen. Ich hoffe natürlich ganz stark, dass er nicht allzu böse wird und mir mein Weihnachtsgeld pünktlich überweist und ich mir mit meiner Aufrichtigkeit nicht ins eigene Bein schiesse. Bitte Daumen drücken.
Eigentlich wollte ich ja bis Weihnachten abwarten mit dem Bescheid sagen und erst im Februar nach Deutschland fliegen, aber das wäre es einfach nicht wert gewesen, schon letztes Jahr war ich an Weihnachten nicht bei meiner Familie, und das ist mir irgendwie das Wichtigste! Also habe ich so umdisponiert und meinen Flug für den 17. Dezember gebucht. Rückflug am 27. Februar, nach Fasching und gewissen Geburtstagen :) Hoffentlich kann Miguel auch wenigstens für ein paar Tage rüberkommen, aber selbst wenn nicht, er unterstützt mich voll, weil er weiss, dass ich das brauche und dass danach meine Batterie wieder voll ist :) (Und wenn ich aus diesem Laden hier draussen bin, bin ich sowieso der glücklichste Mensch :D)
DURCHHALTEN konnten aber leider meine Grosseltern väterlicherseits nicht länger. Ich hatte alle meine Hoffnung auf Weihnachten gesetzt und niemals gedacht, dass es alles so schnell gehen könnte, aber die drei Monate bis Weihnachten waren drei Monate zu viel... Meine Oma wurde von ihren Eltern und Brüdern schon vor drei Wochen abgeholt, und mein Opa hat noch seine letzte Aufgabe erfüllt, sie zu Grabe zu tragen, und ist ihr dann vier Tage später nachgefolgt. Ich muss wahrscheinlich nicht viel dazu sagen, wie es mir dabei so viele Kilometer weit weg ging und ohne bei meiner Familie sein zu können. Und ich hatte beide schon über ein Jahr nicht mehr gesehen und konnte mich nie verabschieden. Aber die feste Gewissheit, sie in guten Händen, alle zusammen, in ihrem nächsten Leben zu wissen, spendet mir Trost und Zuversicht für meinen eigenen Lebensweg. Ebenso, erfahren zu haben, dass selbst beim Sterben nichts dem Zufall überlassen ist und alles einen tieferen Sinn hat und einem Plan folgt. Und Oma und Opa haben mit ihrem Leben in mir den starken Wunsch hinterlassen, ihrem Beispiel zu folgen, mindestens 60 Jahre verheiratet zu sein, eine harmonische Familie zu gründen, dabei alle gleich und fair zu behandeln, Engagement zu zeigen und Freundschaften zu pflegen, bis zum letzten Atemzug <3 font="font">3>
DURCHHALTEN musste ich die letzten unerfreulichen Wochen, bis zwischenzeitlich mal was Erfreuliches kam: Julia kam aus San Francisco zu Besuch, von Mittwoch bis Montag. Und von Freitag bis Sonntag waren wir noch mit meinen Freundinnen Carine und Karla in Acapulco und Pie de la Cuesta. Einfach nur entspannen und geniessen... :) Wunderbar. Müsste man eigentlich öfter machen!!! :) Fotos gibts wie immer auf Picasa:
DURCHHALTEN muss auch Miguel schon eine ganze Weile bei seiner Airline, die er gerne verlassen möchte... Wie es im Fluggeschäft halt so ist, gibt es dann wieder entweder gar nichts, oder alles auf einmal. So wurde er bei seiner Airline in das Verfahren aufgenommen, nächstes Frühjahr Kapitän zu werden. Gleichzeitig konnte er seinen Lebenslauf zu Interjet schicken, wo sein Vater arbeitet. Und Volaris (wie germanwings) stellt auch Copiloten ein und hat sich schon auf seine Bewerbung gemeldet. Interjet hat uns ca. drei Wochen hingehalten, um heute dann endlich Bescheid zu sagen, dass es doch nicht klappt (da wäre es über seinen Vater gelaufen, der seit kurzem Gewerkschaftsvertreter wurde). Also warten wir jetzt, was sich bei Volaris tut! Da müssten wir erstmal umziehen bis man dann später die Versetzung beantragen könnte, entweder nach Toluca, nach Guadalajara oder nach Tijuana. Guadalajara kennen wir ja schon, Toluca ist kalt, also Tijuana, direkt an der kalifornischen Grenze zu San Diego, sehr heiss und am Meer gelegen – genau das richtige für ein neues Abenteuer :) Warten wir ab, was in den nächsten Tagen passiert! Falls das klappt und alles ganz schnell geht, „müsste“ ich ja dann sogar schon vorher kündigen hehe.
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| Acapulco Oktober 2012 |
DURCHHALTEN muss auch Miguel schon eine ganze Weile bei seiner Airline, die er gerne verlassen möchte... Wie es im Fluggeschäft halt so ist, gibt es dann wieder entweder gar nichts, oder alles auf einmal. So wurde er bei seiner Airline in das Verfahren aufgenommen, nächstes Frühjahr Kapitän zu werden. Gleichzeitig konnte er seinen Lebenslauf zu Interjet schicken, wo sein Vater arbeitet. Und Volaris (wie germanwings) stellt auch Copiloten ein und hat sich schon auf seine Bewerbung gemeldet. Interjet hat uns ca. drei Wochen hingehalten, um heute dann endlich Bescheid zu sagen, dass es doch nicht klappt (da wäre es über seinen Vater gelaufen, der seit kurzem Gewerkschaftsvertreter wurde). Also warten wir jetzt, was sich bei Volaris tut! Da müssten wir erstmal umziehen bis man dann später die Versetzung beantragen könnte, entweder nach Toluca, nach Guadalajara oder nach Tijuana. Guadalajara kennen wir ja schon, Toluca ist kalt, also Tijuana, direkt an der kalifornischen Grenze zu San Diego, sehr heiss und am Meer gelegen – genau das richtige für ein neues Abenteuer :) Warten wir ab, was in den nächsten Tagen passiert! Falls das klappt und alles ganz schnell geht, „müsste“ ich ja dann sogar schon vorher kündigen hehe.
DURCHHALTEN musste auch Maya zwei lange Jahre so ganz alleine. Aber das hat bald ein Ende, genauer gesagt in 1 ½ Wochen, da bekommt sie nämlich ihr neues Brüderchen :) Von denselben Eltern. Sind gerade am Namen überlegen, am liebsten was Zweisilbiges mit I/O/U. Vorschläge? :)
DURCHHALTEN muss ich auch noch bis zum 1. November, dann ENDLICH macht der 1. H&M Mexikos auf. Unglaublich!!! Man kann sich das in der ersten Welt gar nicht vorstellen, wie ätzend es ist, wenn es einfach schwierig ist, bestimmte Dinge bzw Produkte zu finden, oder wenn man sie findet, sie einfach viel teurer wie anderswo sind. Ebay gibt es hier nicht und Internetversand ist hier noch in den Kinderschuhen, und wenn man etwas aus dem Ausland empfangen will, muss man dermassen Einfuhrsteuer zahlen, da lässt mans lieber gleich. Zum Glück war Miguel letzten Monat ein paar Tage in Dallas zum Simulatortraining und konnte uns Levis Jeans kaufen, und unsere langersehnte digitale Spiegelreflexkamera zur Hochzeit :) Die gibts hier zwar auch, kostet aber das Doppelte...
DURCHHALTEN... ist leichter mit kleinen Freuden im Alltag... Hoffentlich sind noch ein paar dabei bis es dann endlich soweit ist... Heimat, ich komme! Und dann wird alles gut :)
Dienstag, 9. Oktober 2012
Schlosskeller II
Update: Nachdem sich die Lage wieder normalisiert hatte im letzten Update, wurde mir sofort darauf das Internet komplett gesperrt, noch nicht mal über mein Handy kann ich dran (ich bin ja nicht doof und kenn mich ein bisschen aus... aber auch für diesen Fall wurde vorgesorgt) und seitdem wurden mir Stück für Stück sämtliche Aufgaben entzogen, alles macht jetzt meine Kollegin, die morgens hier ist. Ganz toll ist das. Und eine Neue wurde immer noch nicht gefunden. Und jeder erzählt mir, dass die Chefin permanent auf ihren Bildschirm starrt, wo sie durch ihre Kamera sieht, was ich mache. Sie sieht also auch, wenn ich an den anderen PC gehe, der Internet hat. Wie in diesem Moment zB, mal sehen wie lange es noch dauert, bis sie anruft haha. Einfach total krank. Ansonsten verbringe ich die Zeit damit, ebooks auf meinem Handy zu lesen oder im Pinterest zu surfen... um nicht ganz verrückt zu werden.
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