Gestern habe ich gekündigt.
Eigentlich sollte ich mich jetzt richtig gut fühlen! So hatte ich mir das vorgestellt. Das Richtige tun und danach mit mir im Reinen und erleichtert sein.
Leider ist das Gegenteil der Fall... Ich hab das Gefühl, ich hab mir meine eigene Grube gegraben und muss es jetzt ausbaden, dass ich zu ehrlich war. So wie er reagiert hat, glaube ich, nicht mit dem Weihnachtsgeld rechnen zu können oder nur mit einem Teil oder sonstwann oder... wer weiss! Meine Kolleginnen sind auch der Meinung, ich hätte lieber warten sollen, bis ich das Weihnachtsgeld freitags auf dem Konto habe und dann Bescheid sagen, dass ich ab Montag nicht mehr da bin. So hat es eine meiner Kolleginnen anscheinend auch vor.
Jetzt frage ich mich, hätte ich es nicht auch so machen sollen? Sie mit ihren eigenen Waffen schlagen? Wie du mir, so ich dir? Habe ich das Recht dazu, Leute die mich schlecht behandeln und mit Willkür mit mir machen (können), was sie wollen, auch unfair zu behandeln um zu bekommen, was mir rechtmässig zusteht anstatt es weggenommen zu bekommen?
Oder habe ich trotz allem richtig gehandelt und muss zwar die Willkür der Bösen aushalten und ohne mein mir zustehendes Geld auskommen, werde aber auf andere Weise belohnt und darf mich auf lange Sicht an meinem reinen Gewissen erfreuen?
Würde mich über Meinungen freuen.