Donnerstag, 10. Juni 2010

Verfrühtes Geburtstagsgeschenk...


Yessss!!
Das ging irgendwie echt schnell. Ich bin begeistert von der jaliscienzischen Migrationsbehörde! Kein Vergleich mit der in Monterrey...

An meinem Geburtstag bin ich übrigens telefonisch daheim nicht zu erreichen, da ich von 8 bis 16h arbeite! Dafür würde ich mich am Sonntag über Anrufe freuen! Oder auch am Samstag auf der Arbeit :) Direktdurchwahl 0052 333 36 78 05 20!

Montag, 7. Juni 2010

Currywurst!!!

Ich kann es selbst noch nicht glauben... aber ich esse gerade Currywurst! Ich  liebe Currywurst!
Wir haben gestern ein kleines Grillfest im Garten gemacht, mit unserem neuen super Grill, Miguels Vater, einem Piloten-Kollegen und seiner Frau und die Tante mit Familie und der Bruder und seine Freundin, und haben viel viel Fleisch gekauft, und Wurst! Stefanie aus Queretaro hatte mir die "Polnische Wurst" empfohlen und die schmeckt echt wie gute rote Wurst und die hab ich mir gerade in Rädchen mit Heinz Ketchup und Curry gemacht. Unglaublich!!! :)

Samstag, 5. Juni 2010

Autolos glücklich?

In Mexico auf jeden Fall nicht!

Schon vor einiger Zeit hatte unser Auto angefangen, komische Geräusche zu machen (weswegen wir damit auch nicht zu der Hochzeit nach Queretaro gefahren sind). Mitte Mai hatte Miguel Ferien bekommen und wir planten für ein halbes Wochenende ans Meer zu fahren, also brachten wir das Auto in die Werkstatt. Das Ergebnis: Sie hatten nichts weiter gefunden, ein paar Sachen geschmiert und das Auto wurde uns dann wieder zurückgegeben mit der Versicherung, alles sei ok und wir könnten damit so weit fahren wie wir wollten. Gesagt, getan... Auf der Hinfahrt hats schon wieder nicht gut geklungen und wir nahmen uns vor, auf dem Rückweg direkt wieder bei der Werkstatt vorbeizuschauen. Das haben wir letzten Endes auch... nur nicht ganz so wie wir uns das vielleicht vorgestellt hatten: Auf einmal begann die Öllampe zu blinken und irgendwann permanent zu leuchten, und es war natürlich weit und breit keine Tankstelle in Sicht. An der nächsten Steigung zog das Auto nicht mehr und machte gar nichts mehr, wir schafften es gerade noch seitlich ranzufahren, stellten das Warndreieck auf und entfernten uns vom Auto (Ich finde das total gefährlich, im liegengebliebenen Auto sitzen zu bleiben wenn die riesen Laster und andere Autos extrem dicht und schnell daran vorbeifahren.. wie schnell ist da einer mal draufgefahren, oder?). Ironischerweise war genau auf der anderen Seite ein SOS-Posten mit kostenloser Nummer und Kilomenterangabe :) Da riefen wir dann an und die wollten uns einen Abschleppwagen bringen, kostenlos bis zur nächsten Zahlkabine - wie sich dann herausstellte, waren wir ungefähr 20km vor Guadalajara liegen geblieben... Um 3 hätte ich auf der Arbeit sein sollen, ungefähr um halb 6 kam dann mal der Abschleppwagen. Ich hatte schon mein elegantes Kleid für die Arbeit an, wir hatten uns T-Shirts über den Kopf gehängt, Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst gespielt (...und das ist eine Agave), oder auch Ich-sehe-was-nicht-was-du-auch-nicht-siehst (...und das ist der Abschleppwagen), und lustige Fotos mit unserer Einwegkamera geschossen... Als wir mit dem Abschleppwagen an der Zahlkabine und einem Oxxo (wie ein 24h-Tankstellen-Shop) ankamen, war ich schon fast verhungert und verdurstet (noch nie hat ein Hot Dog so gut geschmeckt) und außerdem war ich komplett verbrannt, an Knien, Oberarmen und im Gesicht (ich könnte an dieser Stelle noch erwähnen, dass wir keine Sonnencreme dabei hatten, da wir in Puerto Vallarta gar nicht zum uns Sonnen kamen...).
Ein weiterer Abschleppwagen, den wir selbst bestellt hatten und bezahlen mussten, brachte uns dann direkt in die Werkstatt, wo wir mit den Worten "Jetzt ist ja genau das passiert, was ihr nicht wolltet, dass es passieren würde", empfangen wurden. HA HA HA! Mit dem Taxi kam ich dann um 19h, vier Stunden zu spät zur Arbeit.

Als wir dann abends bzw. nachts nach Hause kamen, war der Fernseher kaputt. Was kommt als Nächstes??

Seitdem steht das Auto in der Werkstatt, denn der Motor ist hinüber und die Reparatur soll ein Vermögen kosten. Leider können wir die Garantie nicht einklagen, weil die so schlau waren, nicht Inspektion auf die Rechnung zu schreiben, sondern nur das, was sie tatsächlich gemacht haben... Total ärgerlich. Am Montag schicken wir einen weiteren Abschleppwagen, nämlich in die Werkstatt, und bringen das Auto woanders hin, wo sie uns für die Hälfte einen neuen Motor einbauen. Wenigstens!
Aber es ist wirklich furchtbar hier ohne Auto. Ich fahre jeden Tag eine dreiviertel Stunde in der schlimmsten Mittagshitze in die Arbeit, die Busse sind bäh und natürlich unklimatisiert, wenn ich aussteige, klebt mein ganzes Kleid an mir. Und dann muss ich noch 15 Minuten durch die Sonne laufen, werde rot wie eine Tomate und muss die Männer auf dem Weg ertragen... Nachts zurück nehme ich dann ein teures Taxi, und das jeden Tag... Alles Mögliche musste schon aufgeschoben werden, zB muss Maya endlich operiert werden, nicht dass die beiden Geschwister bald auf die kommen, Babies zu machen... Sie brauchen auch neuen Rasen, Kunstrasen, da der echte schon zu Stroh ausgetrocknet ist, ein paar Pflanzen wären auch schön, und zur Migra muss ich auch wieder...

Weiß jemand, ob der Fernseh reparabel ist, wenn er noch Ton hat, aber sich das Bild nach einigen Sekunden ausschaltet und das Standby-Lichtchen leuchtet?

Heute habe ich einen Erdbeerkuchen gebacken, mit deutschem Tortenguss, wie daheim :) Nur leider funktioniert das Backpulver nicht, schmeckt aber trotzdem :)

Über die Arbeit erzähle ich das nächste Mal..

Samstag, 8. Mai 2010

Man vermisst die Heimat ja schon...

Pforzheim. Bahnhof.
Eine Oma sitzt mit ihrem ca. 7-jährigen Enkel auf einer Bank am Bahnsteig, schaut auf die Anzeigentafel, auf der ein Interregio angekündigt wird, und erklärt dem Kleinen lehrerhaft:
“…der fährt nach Interetschio, das liegt in Italien!”

 
http://www.belauscht.de/?p=1387

Donnerstag, 6. Mai 2010

Queretaro

Letztes Wochenende waren wir in Queretaro auf der Hochzeit von Miguels Kollegen Luis und dessen Freundin Gaby, meine erste mexianische Hochzeit!. Meine Kollegin Bianca musste das ganze Wochenende für mich durcharbeiten, dass ich gehen konnte... :S
QRO ist eigentlich gut vier Stunden von GDL entfernt, wir haben 7 gebraucht und kamen vor lauter Verkehr erst gegen halb 2 nachts an... Die Nacht davor hatte ich auch kaum geschlafen, da ich donnerstags von 3 bis 23h und am Freitag direkt von 6:30 bis 14:30h gearbeitet hatte.. Puh waja. Dann fanden wir das Hotel nicht und keiner kannte es, anscheinend ist es total neu, also stiegen wir in einem Hotel einer billigen Kette ab, das war dann auch in Ordnung (bis auf das Personal..). Am Tag der Hochzeit mussten wir noch alles mögliche erledigen... Miguel musste noch einen Anzug leihen, ich brauchte noch Tasche, Ohrringe, Nägel, Frisur... Hat alles grad so gereicht, aber die Nägel musste ich mir selbst machen und Ohrringe hab ich schon vorhandene genommen. Aber ein Glück hatte es für die Frisur gereicht! Wir fuhren dann nämlich Miguels Kollegin Laura und deren Freundin Karen abholen, und die waren schon richtig gestylt, aber als wir dann in der Kirche ankamen, mensch waren alle schick!! Also zB in schwarzer Hose und offenen Haaren oder so wäre man sofort negativ aufgefallen. Das Ganze glich eher einer Preisverliehung oder so... (für deutsche Augen) Die Braut selbst hatte auch ein sehr gewagtes Kleid an...
Die Messe war schön, aber ziemlich einfach irgendwie. (Das Gute dabei ist ja, dass man direkt sehen kann, was man selbst besser machen wird ^^). Von dort aus ging es dann an den Stadtrand in einen Golfclub, wo die Feier stattfand. Zum Empfang gabs Margaritas, Cosmopolitan und diverse Fruchtgetränke und ziemlich schnell wurde es auch schon dunkel (und kühl in unseren Kleidchen und Schühchen... ein Glück hatte ich meinen Blazer dabei). Die Feier war am Rand des Golfplatzes neben einem See auf einer Plattform und transparent "überdacht" wie ein Zelt, aber an den Seiten offen. Wenns in der Kirche schon an die 100 Leute waren, auf dem Fest waren es nach der Tisch-Zähl-Multiplizier-Methode locker gut 350 Personen... Das Essen waren moderne Mini-Portionen leider nicht so guten Geschmackes, und satt wurde man davon auch nicht (aber sicherlich wars ziemlich teuer..). Zum Glück gabs nachts um zwei nochmal Pozole, das ist eine typische Suppe mit Fleisch, Zwiebel, Radieschen, Maggikraut, große Maiskörner etc, und Tacos. Wir blieben nämlich bis die Musik aus und die Lichter angingen, so um vier! Zwischendrin waren wir ziemlich müde, aber dann sind wir wieder tanzen gegangen :) Nur schade dass es keine Band gab, nur DJ. Aber die Stimmung war trotzdem prima :) Den Brautstrauß hab ich nicht gefangen und Miguel auch nicht das Strumpfband, aber wir müssen ja auch erstmal sparen... ^^ Übrigens, wir gingen als Bienenpaar, la pareja abeja, jaja, siehe Fotos.
Am nächsten Morgen musste Miguel um 11 den Anzug zurückbringen und Frühstück gabs auch nur bis 11, also waren wir wieder relativ früh auf den Beinen. Zun Glück war noch etwas Zeit bis zum Check out um 1, um zu duschen, packen etc. Dann fuhren wir direkt wieder Laura und Karen abholen und gingen ins Zentrum, wo ich mich mit Stefanie, einer ehemaligen saarländischen HTW-Studentin, die jetzt in Queretaro wohnt und mit einer Freundin ein Geschäft als Reiseveranstalter betreibt, verabredet hatte. Total schön das Zentrum von Queretaro, ein richtiges Zentrum mit Cafes und Restaurants an den Plätzen (nicht wie in GDL), irgendwie hatte es mich die ganze Zeit an Luxembourg erinnert...?! Zuerst waren wir beim Italiener und dann noch französische Crepes essen (das Cafe gehört wohl der Tochter eines deutschen Konsuls..), und wir redeten, redeten und redeten... sodass wir erst um 20h abends losfúhren und um 1 wieder erst ins Bett kamen, Miguel musste um 5 wieder aufstehen, oh je... Aber es hat sich gelohnt, war ein toller Tag und ein tolles Wochenende!!!

Jetzt bin ich wieder back to work... aber mehr denn je! Letzte Woche konnte ich endlich und in letzter Minute die Visumssache klären, mein Antrag wurde direkt angenommen (Daumen drücken) und somit konnte ich auch vorgestern endlich meinen Vertrag unterschreiben! Das heißt ich bekomme bald ein mexikanisches Santander-Konto und irgendwann auch mal etwas Geld, ich komme und gehe mit meinem Fingerabdruck, habe ein richtiges Namensschildchen bekommen (nicht mehr: Practicante), und gestern meine super Uniform aus der Änderungsschneiderei abgeholt! :)