Sonntag, 21. Februar 2010

"Tu jefa ahora se llama Paris Hilton"

"Deine Chefin heißt jetzt Paris Hilton" musste ich mir gerade anhören, und dass ich sie jetzt noch reicher mache, haha. Zum Glück merkt man im Hotel aber keinerlei Verbindung :)

Heute habe ich frei und nur deswegen kann ich bloggen, denn die Freude übers Internet währte nur zwei Tage, jetzt ist die gesamte Telefonleitung tot und gar nichts geht mehr... Bin also mal wieder bei der Tante online. Miguel kommt erst morgen abend wieder, aber da bin ich natürlich wieder am Arbeiten...

Dienstag und Mittwoch von 4-8 und ab jetzt, als Praktikantin, werde ich jeden Tag von 9-5 arbeiten, mit einem freien Tag die Woche. Das Praktikanten-Programm dauert ungefähr einen Monat und ich lerne komplett alles kennen, am Tag verbringe ich also einige Stunden in irgendeiner Abteilung und bekomme alles erklärt und mache Notizen, eine halbe Stunde esse ich (das ist vieeel zu kurz, das Essen ist echt lecker und ich hab immer so Hunger, und ich esse doch so langsam, und wenn dann noch Kollegen mitessen und palavern...), und einige Stunden mache ich den Online-Kurs für das System im Hotel, das ist ermüdend, aber so kann ich wenigstens eine Weile sitzen :)
Meine Kollegen sind alle sehr nett, Familia Hilton könnte man wirklich sagen, der Umgang ist sehr freundlich und persönlich mit allen, vom Zimmermädchen bis zum General Manager. Ich habe viele junge Kollegen, die Mehrzahl sind Tourismus-Bachelor-Studenten und -Absolventen (ja, das wird für Rezeption vorausgesetzt, ebenso wie mind. 85% Englisch), drei haben mir direkt angeboten, was zu unternehmen, man isst zusammen... Außerdem habe ich vorgestern die deutsche Praktikantin kennengelernt! Sie hat letztes Semester am Tec in Guadalajara studiert und auch gerade erst angefangen, macht Praxissemester im Verkauf (ohne Bezahlung) und wird also noch ein halbes Jahr da sein. Tat gut mal wieder persönlich deutsch zu sprechen ^^

Also es ist alles ganz spannend und gefällt mir gut, auch wenn es noch sehr sehr viel zu lernen gibt und das nicht alles so einfach ist wie es aussieht und man doch einige Verantwortung übernimmt in der Zimmerverteilung und Abrechnung. Woran ich aber wirklich knabbere ist die geringe Freizeit, eine 6-Tage-Woche und 12 Tage Urlaub im Jahr lassen doch kein Leben zu. Keine Wochenendtrips, kein Urlaub (wenn, dann hoffe ich, nach Deutschland zu können) und kein Besuch, und da Miguel auch flexible Arbeitstage und -zeiten hat, wird das wirklich nicht ohne. Da bringts mir auch nicht viel, in Mexiko zu sein, da ist der Strand dann praktisch gesehen noch viel weiter weg als in Deutschland, sowohl zeitlich als auch finanziell. Und wenn ich im Hotel bin seh ich auch nicht viel Tageslicht, da kanns dann draußen auch regnen und kalt sein. Aber ich will mich ja nicht beklagen. Ich hab ja noch das Dach überm Kopf, was zu essen in der Hand und die Hundchen...

4 Kommentare:

  1. oh mann, das mit der freizeit ist wirklich hart. ich finde das ja bei 5-tage-woche schon schlimm, und bei 12 Tagen urlaub frohlockt das herz auch ncith gerade. ABER: das wirst du ja nciht den rest deines lebens machen. Wenn du dich erst mal eingearbeitet hast, werden die Hiltons ganz schnell merken, dass du was drauf hast. Und als assistentin des cehfs hat man doch sicher mehr urlaub, oder? :)
    Sei tapfer, das kann nicht lange dauern.
    Einen dicken Kuss ans andere Ende der Welt!
    Tanjita

    AntwortenLöschen
  2. und als chefin hat man definitiv mehr urlaub!

    AntwortenLöschen
  3. Ist denn die kündigungsfrist auch so hart? Sonst kannst du ja weiterhin Augen und Ohren offen halten, nä. Und mit Arbeitserfahrung in Mex und dann noch im Hilton ist alles, was kommt, bestimmt gleich mal n tick einfacher oder?

    AntwortenLöschen
  4. wie macht ihr das denn mit den hündchen sag mal?? das wunder ich mich die ganze zeit, ich wil doch auch unbedingt welchen aber mit arbeiten.... ich brauch tips lol!!

    AntwortenLöschen